Gorillas

Auge in Auge mit einem Silberrücken und dessen weiblichem Harem zu stehen, ist ohne Zweifel das Highlight einer jeden Reise nach Uganda. Für die Mehrheit der Urlauber zählt die Begegnung mit den sanften Riesen zu den absoluten Wow-Momenten bei der Erkundung von Ugandas einmaliger Tierwelt.

Dank erfolgreicher Schutzprojekte und der Einführung eines nachhaltigen Gorilla-Tourismus, konnten sich die Populationen, der vom Aussterben bedrohten Berggorillas, in den letzten Jahren erholen. Heute gibt es noch etwa 880 Exemplare dieser seltenen Primaten. Uganda beherbergt etwa die Hälfte der noch verbleibenden Population. Momentan gibt es 14 an den Menschen gewöhnte Familienverbände. Pro Tag und Familie sind allerdings nur maximal acht Personen erlaubt. Es ist daher empfehlenswert, das Gorilla-Tracking so frühzeitig wie möglich im Voraus zu buchen. Die Gebühr liegt in der Hauptsaison bei 600 USD pro Person. Im April, Mai und November sinken die Kosten auf 450 USD.

Das Gorilla-Tracking wird sowohl im Bwindi Nationalpark (in Rushaga, Nkuringo, Ruhija und Buhoma) als auch im Mgahinga Nationalpark angeboten. In der Regel starten die Treks am frühen Morgen und dauern, abhängig vom jeweiligen Standort der Gorillas, der anhand von Spuren bestimmt wird, bis zu sechs Stunden. Sind die Tiere gefunden, darf die Reisegruppe sie eine Stunde lang beobachten.

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, der Habituierung einer neuen Gorilla-Familie beizuwohnen. Reisende können dabei bis zu vier Stunden in der Nähe der Tiere verbringen.

WAS MAN FÜRS GORILLA-TRACKING BRAUCHT

Wanderschuhe, feste Turnschuhe oder Gummistiefel sind ideal. Außerdem empfiehlt es sich, Gartenhandschuhe mitzunehmen, um sich bei abschüssigem Gelände im Gestrüpp gut festhalten zu können. Reisende können sich an den Ranger-Stationen Wanderstöcke ausleihen. Für 15 USD kann man zudem einen einheimischen Träger engagieren, der das Gepäck trägt.

DIE BESTEN ORTE, UM GORILLAS ZU SEHEN

  • Bwindi Impenetrable Forest Nationalpark (13 habituierte Gorilla-Familien)

  • Mgahinga Nationalpark (1 habituierte Gorilla-Familie)

WEITERE INFORMATIONEN UNTER:

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Male chimp Eddie is photographed at the Ngamba Island Chimpanzee Sanctuary in Lake Victoria, Uganda. Eddie, who has been on Ngamba Island since 1998, has a healthy shiny black coat of hair. His face is brown with man wrinkles and dark spots. Although in good physical condition; he was depressed on arrival at UWEC, so it took him long to integrate into our group.
He often displays with objects like Jerry cans and seems to enjoy throwing stones to people.
Eddie likes asking for food by standing up and raising both his hands. He often stays behind after feeding and cries for more.
In 2004 he over threw the alpha male, Robbie with the help of Mika, who within a few weeks over threw him from the alpha position, which he still holds to date.
Eddie now holds the 3rd position of rank. hrew the alpha male, Robbie with the help of Mika, who within a few weeks over threw him from the alpha position, which he still holds to date. 03/15 Julia Cumes/IFAW

Schimpansen

Oft hört man sie schon bevor man sie sieht – unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen. Nach Schätzungen gibt es in Ugandas Wäldern etwa 5.000 Exemplare dieser Primaten, darunter auch einige habituierte Gruppen. Touristen können diese in verschiedenen Parks und Schutzgebieten besuchen und sie in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Bei der Suche nach den Tieren lassen sich die Ranger von den charakteristischen Rufen der Schimpansen leiten. Die Gruppen sind mit über 120 Mitgliedern dabei wesentlich größer als Gorilla-Familien und nicht selten spalten sich mehrere Individuen von der Hauptgruppe ab, sodass man beim Schimpansen-Tracking sowohl auf einzelne Tiere, als auch auf kleinere Gruppen von 10 bis 12 Schimpansen trifft. Das ermöglicht es, die Primaten in verschiedenen Situationen zu beobachten, beispielsweise bei der Futtersuche, der Paarung oder beim Ausruhen. Oft kommt es auch zu Konflikten zwischen einzelnen Tieren, denen man hautnah beiwohnt. Schimpansen sind sehr mobil und so ist es nicht immer ganz leicht Schritt zu halten, wenn sie sich durch den Wald bewegen oder von Baum zu Baum schwingen.
Im Kibale Nationalpark gibt es – ähnlich wie bei den Gorillas – auch die Möglichkeit, bei der Habituierung einer neuen Gruppe dabei zu sein. Touristen folgen den Tieren dann von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und beobachten deren Verhalten über einen ganzen Tag hinweg.
Eines der neueren und viel besprochenen Schutzgebiete mit 40 an den Menschen gewöhnten Schimpansen ist das Kalinzu Forest Reserve in der Nähe des Maramagambo Forest.

DIE BESTEN ORTE, UM SCHIMPANSEN ZU SEHEN

  • Kibale Nationalpark

  • Kyambura Gorge (Queen Elizabeth Nationalpark)

  • Budongo Forest (Murchison Falls Nationalpark)

  • Kalizu Forest Reserve

  • Semliki Nationalpark

WEITERE INFORMATIONEN UNTER:

Andere Primaten

In Uganda gibt es neben den Schimpansen und Gorillas noch weitere Primatenarten – mehr als sonst irgendwo in Afrika. Manche der 13 Arten finden sich in weiten Teilen des Landes, andere sind nur in einer bestimmten Region heimisch. Im Folgenden haben wir alle Primaten aufgeführt, zusammen mit den besten Orten um sie zu beobachten:

DIE BESTEN ORTE, UM PRIMATEN ZU SEHEN

  • Schwarz-Weiß Stummelaffe – in ganz Uganda

  • Roter Stummelaffe – Kibale Nationalpark

  • Anubispavian – in ganz Uganda

  • Husarenaffe – Murchison Falls, Kidepo

  • Südliche Grünmeerkatze – in ganz Uganda

  • Diadem- / Weißkehlmeerkatze – in ganz Uganda

  • Goldmeerkatze – Mgahinga Nationalpark

  • Rotschwanzmeerkatze – Semliki, Queen Elizabeth, BudongoForest

  • Brazzameerkatze – Semliki, Mt. Elgon

  • Östliche Vollbartmeerkatze – Bwindi, Kibale, Queen Elizabeth

  • Uganda-Mangabe – Kibale, Mabira

  • Galagos (Buschbabys) – Lake Mburo

  • Pottos – Kibale, Queen Elizabeth

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